Ephemera

Als akademische Papierrestauratorin hat Mila Palm eine besondere Vorliebe für Ephemera entwickelt. Ephemera sind Dinge aus dem täglichen Leben, die ursprünglich für einen kurzfristigen Gebrauch bestimmt waren. Es schließt alle gedruckten, gepressten, gestanzten oder gestempelten Dinge, vorzugsweise aus Papier, mit ein. Beispiele sind Postkarten, Briefe, Werbung, Plakate, Rechnungen, Etiketten, Verpackungen etc. Sie kommen in unserer Sammlung vor allem in Form von Musterbüchern mit Materialproben vor. Diese Material-Sammlungen erlauben die Qualitätsunterschiede als auch stilistische Merkmale von Produktionsstätten und -zeiten zu vergleichen und können daher einen Schlüssel zur Identifikation, Datierung oder Schadens- bzw. Technikanalyse darstellen.

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Postkarten

Seit mehreren Jahren kauft das MILANEUM Motivpostkarten zu speziellen Themen, die ausschließlich in diesem Medium visualisiert wurden. Der Schwerpunkt liegt auf Satire. Die Bild-Postkarten wurde 1885 offiziell zugelassen. Technische Entwicklungen im Druckgewerbe und Fotografie bereiteten den Weg zum massentauglichen Kommunikationsmittel. Die ersten Postkarten waren meist Chromolithografien, und konnten je nach Ausführungsqualität mit Prägedruck, Applikationen, Klapp- und Ziehmechanismus etc. versehen werden. Tourismus und schichtenübergreifende Sammlerleidenschaft förderten die Popularität der Postkarte. Die goldene Ära der Bildpostkarte dauert von 1897 – 1918. Ab 1919 verliert die Karte durch wirtschaftlichen Problemen nach dem ersten Weltkrieg und dem Aufkommen anderer Kommunikations-formen (Telefon) an Bedeutung.

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